Seit ich imkere, schaue ich anders in den Garten. Meine Bienen haben mir gezeigt, wie wenig ein grüner Rasen zu bieten hat: viel Fläche, kaum Blüten. Und sie haben mir die Augen für ihre wilden Verwandten geöffnet – Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge sind noch stärker auf einheimische Blütenvielfalt angewiesen als meine Honigbienen.
Darum habe ich direkt neben meinem Bienenstand rund 20 m² Rasen abgetragen und den Boden mit Sand durchmischt. Wildblumen mögen es karg: Nur auf magerem Boden haben sie eine Chance gegen das Gras.
Mein Tipp zum Nachmachen: klein anfangen, die Grasnarbe ganz entfernen, Sand einarbeiten, nicht düngen. Später nur ein- bis zweimal im Jahr mähen und das Schnittgut wegnehmen. Und Geduld haben: Im ersten Jahr sieht es nach wenig aus, ab dem zweiten wird man belohnt. Ein kleines Schild erklärt bis dahin, warum hier vorerst «nichts» wächst.
